Corrado Giaquinto

1703 - 1765

Kurzbiografie

  • Best occasions: statement-piece
  • Typical colors: erdig
  • Born: 1703, Molfetta, Italien
  • Museums on APS:
    • Museum of Fine Arts
    • Das Bowes Museum
    • Palacio Real
    • Louvre
    • Musei Vaticani
  • Art period: – Frühe Neuzeit
  • Copyright status: Public domain
  • Lifespan: 62 years
  • Nationality: Italien
  • Color intensity:
    • ausgewogen
    • monochrom
    • leuchtend
  • Mehr Details anzeigen
  • Died: 1765
  • Top-ranked work: The Birth of the Sun and the Triumph of Bacchus
  • Topics explored: angels
  • Room fit: wohnbereich
  • Movements: rococo
  • Top 3 works:
    • The Birth of the Sun and the Triumph of Bacchus
    • Ruhe auf der Flucht nach Ägypten
    • Justice and Peace
  • Works on APS: 18
  • Mediums: öl auf leinwand

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Corrado Giaquinto geboren?
Frage 2:
Wer betreute Giaquinto als junger Künstler?
Frage 3:
In welchem Atelier absolvierte Giaquinto zusammen mit Giuseppe Murra und Giuseppe Bonito seine Ausbildung?
Frage 4:
Für welchen König wurde das Altarbild der Kathedrale von Mafra beauauftragt?
Frage 5:
Welche künstlerische Stilrichtung beeinflusste Giaquintos Werk zusammen mit Solimena?

Das leuchtende Erbe von Corrado Giaquinto

Im prachtvollen Wandteppich der europäischen Kunst des achtzehnten Jahrhunderts schimmern nur wenige Fäden mit so viel Anmut und ätherischem Licht wie jene, die von Corrado Giaquinto gewebt wurden. Als wahrer Meister der Rokoko-Ära besaß Giaquinto die seltene Fähigkeit, die schweren, dramatischen Schatten des neapolitanischen Barocks mit der luftigen, pastellfarbenen Eleganz zu verbinden, die die Ästhetik der Mitte des Jahrhunderts prägen sollte. Geboren 1703 in Molfetta, Italien, ist sein Weg von einem provinziellen Lehrling zu einem der gefragtesten Maler Europas ein Zeugnis für ein Talent, das das Monumentale mit dem Zarten harmonisieren konnte.

Giaquintos künstlerische DNA wurde in den angesehenen Werkstätten Neapels geformt, wo er unter Saverio Porta die Strenge des Handwerks erlernte. Doch erst sein Eintauchen in das Atelier von Francesco Solimena verlieh ihm eine grundlegende Meisterschaft in theatralischer Grandiosität und akribischem Realismus. Unter dem wachsamen Auge Solimenas absorbierte Giaquinto die Schwere der Barocktradition und lernte, den Raum zu beherrschen und das Licht einzusetzen, um tiefe religiöse Hingabe hervorzurufen. Dennoch war der junge Künstler nie damit zufrieden, im Schatten seines Mentors zu bleiben; er besaß eine angeborene Rastlosigkeit, die ihn zu neuen Horizonten drängte.

Der Aufbruch seiner Seele nach Rom im Jahr 1723 markierte eine transformative Ära in seiner Entwicklung. In der lebendigen römischen Kunstszene begegnete Giaquinto dem temperamentvollen Einfluss von Luca Giordano und der raffinierten Eleganz Sebastiano Concas. Während Solimena ihm Struktur und Gewicht gelehrt hatte, bot Giordano eine Vision expressiver Dynamik und emotionaler Intensität. Diese Begegnung ermöglichte es Giaquinto, seine Palette zu verfeinern und eine leuchtende, fast durchscheinende Qualität in seinen Pinselstrich einzuführen, die zu seinem Markenzeichen werden sollte. Er begann, sich von den düsteren Tönen des vorangegangenen Jahrhunderts zu lösen und nahm einen helleren, rhythmischeren Kompositionsansatz an, der jeder Leinwand Leben einhauchte.

Eine Karriere voller Pracht und Hingabe

Als sein Ruf stieg, überschritten Giauintos Werke die Grenzen und führten ihn zu einigen der prestigeträchtigsten Aufträge der Epoche. Sein Geschick als Dekorateur und Geschichtenerzähler fand seine lebendigste Ausdrucksform in seinen monumentalen Fresken, in denen er architektonische Räume in himmlische Visionen verwandelte. Die atemberaubenden Werke in San Lorenzo in Damaso und Santa Croce in Gerusalemme dienen als bleibende Zeugnisse seiner Fähigkeit, Maßstab und Licht zu manipulieren und immersive Umgebungen zu schaffen, die den Betrachter empor zum Göttlichen ziehen.

Seine Erfolge beschränkten sich nicht auf die italienische Halbinsel; seine Kunst fand tiefen Widerhall an den Höfen Europas. Einer seiner am meisten gefeierten Triumphe war die Schaffung des Altarbildes des Heiligen Johannes Nepomuk für den Veitsdom in Prag. Dieses Werk festigte zusammen mit seinen verschiedenen internationalen Engagements seinen Status als eine paneuropäische Figur, die fähig war, die universelle Sprache der Schönheit und des Glaubens zu sprechen. Durch seinen Pinsel wurden die schweren Texturen des Barock in die leichten, tanzenden Striche des Rokoko verwandelt, wodurch ein Vermächtnis hinterlassen wurde, das all jene weiterhin verzaubert, die das Erhabene in der Kunst suchen.

Die historische Bedeutung von Corrado Giaquinto liegt in seiner Rolle als stilistische Brücke. Er folgte nicht bloß Trends; er synthetisierte sie. Durch die Verschmelzung der folgenden Elemente schuf er eine einzigartige ästhetische Sprache:

  • Solimenas Fundament: Die strukturelle Integrität und das dramatische Gewicht der neapolitanischen Tradition.
  • Giordanos Vitalität: Eine Infusion von Bewegung, Geschwindigkeit und emotionaler Spontaneität.
  • Rokoko-Luminosität: Ein anspruchsvoller Einsatz von Licht und Pastelltönen, die die Eleganz des 18. Jahrhunderts einfingen.