Jean-Pierre-Antoine Tassaert

1727 - 1788

Kurzinfos

  • Also known as:
    • Jean Pierre Antoine Tassart
    • Johan Peter Anton Tassaert
    • Jean P. A. Tassaert
    • Jean Pierre Antoine Tassaert
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Top 3 works:
    • Catherine The Great As Minerva
    • Self-portrait
  • Works on APS: 3
  • Museums on APS:
    • The Walters Art Museum
    • The Walters Art Museum
    • The Walters Art Museum
    • The Walters Art Museum
    • The Walters Art Museum
  • Mehr…
  • Born: 1727, Antwerpen, Belgien
  • Died: 1788
  • Lifespan: 61 years
  • Nationality: Belgien
  • Copyright status: Public domain

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Jean-Pierre-Antoine Tassaert geboren?
Frage 2:
Unter wem studierte Tassaert in Paris?
Frage 3:
Welche Kunststile verband Tassaerts Werk?
Frage 4:
Wer war ein bedeutender Schüler von Jean-Pierre-Antoine Tassaert?

Jean-Pierre-Antoine Tassaert: Ein Leben in der Skulptur

  • Geboren: Antwerpen, Belgien (1727)
  • Gestorben: 1788

Jean-Pierre-Antoine Tassaert war ein flämischer Bildhauer, der sowohl in Frankreich als auch in Preußen große Bekanntheit erlangte. Seine Karriere umfasste die Epochen des Rokoko und des Neoklassizismus und zeigte seine Fähigkeit, sich an verschiedene Stile anzupassen, während er gleichzeitig eine unverwechselbare künstlerische Stimme bewahrte.

Frühes Leben und Ausbildung

  • Geboren in Antwerpen in einer Familie mit einer Tradition von Künstlern wurde Tassaert am 19. August 1727 getauft.
  • Er erhielt seine anfängliche Ausbildung in Antwerpen, bevor er nach London reiste.
  • Ab 1744 lebte er in Paris, wo er unter René-Michel Slodtz studierte, einem renommierten Designer-Bildhauer, der mit dem französischen Königshof verbunden war. Diese Lehrzeit war entscheidend für seine frühe künstlerische Entwicklung.

Karriere in Frankreich

  • Tassaert stellte regelmäßig im Salon in Paris aus und zeigte kleine mythologische und allegorische Figuren und Gruppen.
  • Seine Arbeit fand Anklang beim Adel, der Patrone wie die Marquise de Pompadour sowie einflussreiche Persönlichkeiten wie Abbé Joseph Marie Terray und Baron Alexander Sergejewitsch Stroganow anzog.
  • Er wurde 1769 in die Académie Royale aufgenommen, obwohl er nie volles Mitglied wurde.
  • Im Jahr 1773 wurde er zum Hofbildhauer des Comte de Provence (später König Ludwig XVIII.) ernannt, was einen bedeutenden Meilenstein in seiner Karriere darstellte.

Umzug nach Berlin und Hofbildhauer

  • Aus finanziellen Gründen im Zusammenhang mit der Versorgung einer großen Familie zog Tassaert 1775 zusammen mit seiner Familie nach Berlin um.
  • Er wurde als dritter Direktor der königlichen Bildhauerei, bekannt als das "Französische Atelier", ernannt, was ihre französischen Ursprünge und künstlerischen Einflüsse widerspiegelte. Diese Ernennung wurde durch den französischen Aufklärer Jean le Rond d'Alembert erleichtert.
  • König Friedrich der Große erkannte Tassaerts Talent und beauftragte Werke wie Marmorstatuen von Bacchus, einem Faun und zwei Bacchanten für das Schloss Sanssouci.
  • Er schuf bemerkenswerte öffentliche Skulpturen, darunter Statuen des Generals von Seydlitz und des Feldmarschalls von Keith für den Wilhelmplatz in Berlin. Die Darstellung des Generals von Seydlitz in zeitgenössischer Regimentstruppe löste eine Debatte über die angemessene Kleidung für öffentliche Statuen aus.

Vermächtnis und Einfluss

  • Tassaerts Werk vereinte die Stile Rokoko und Neoklassizismus und demonstrierte eine Vielseitigkeit, die verschiedene Patrone ansprach.
  • Er bildete bedeutende Bildhauer aus, darunter Johann Gottfried Schadow, der ihm als Hofbildhauer nachfolgte.
  • Sein Einfluss reichte über die Skulptur hinaus; sein Ansatz in Bezug auf Porträt- und dekorative Kunst trug zur künstlerischen Landschaft Berlins im späten 18. Jahrhundert bei.
  • Tassaerts Sohn, Jean-Joseph-François Tassaert, war ein Radierer, und seine Tochter, Henriette-Félicité Tassaert, war eine Pastellspezialistin. Sein Enkel, Nicolas François Octave Tassaert, wurde für Genrebilder bekannt, die das Leben der Pariser Bürger darstellen.