Frühes Leben und Karriere
Kusakabe Kimbei, ein renommierter japanischer Fotograf, wurde im Jahr 1841 geboren. Er nahm den Vornamen Kimbei für seinen Kundenstamm an, der hauptsächlich aus nicht-japanischsprachigen ausländischen Bewohnern und Besuchern bestand, für die dieser Name leichter auszusprechen war als sein Familienname. Kimbeis fotografische Reise begann durch seine Zusammenarbeit mit
Felice Beato, einem britischen Fotografen italienischer Abstammung, und
Baron Raimund von Stillfried, einem österreichischen Fotografen. Im Jahr 1881 gründete Kimbei seine eigene Werkstatt in Yokohama, Japan, die 1889 in das Honmachi-Viertel umzog.
Fotografischer Stil und bedeutende Werke
Kimbeis Fotografiestil war durch seinen traditionellen Bijinga-Ansatz geprägt, der oft japanische Frauen darstellte. Er engagierte Geishas, um für seine Fotografien zu posieren, was zur damaligen Zeit bei Touristen sehr beliebt war. Viele seiner Alben sind in einer Akkordeon-Form montiert. Einige bedeutende Werke von Kimbei finden sich in der Sammlung der
National Gallery of Victoria (Melbourne, Australien), darunter eine Fotografie mit dem Titel
kein Titel (Paar mit einem Kabinettfoto und Geist im Hintergrund). Dieses Stück ist ein Zeugnis für Kimbeis einzigartige Verbindung von traditioneller japanischer Ästhetik und frühen fotografischen Techniken.
Vermächtnis und Einfluss
Kimbei erwarb die Negative von
Felice Beato,
Baron Raimund von Stillfried und
Uchida Kuichi. Er erhielt zudem einige der Negative von
Ueno Hikoma aus Nagasaki. Kimbeis Rückzug als Fotograf im Jahr 1914 markierte das Ende einer Ära in der japanischen Fotografie.
Kimbeis Vermächtnis inspiriert bis heute Fotografen und Kunstbegeisterte gleichermaßen und bietet einen einzigartigen Einblick in die fotografische Vergangenheit Japans.