Maria Lassnig

1919 - 2014

Kurzbiografie

  • Museums on APS:
    • ALBERTINA KLOSTERNEUBURG
    • Lentos Kunstmuseum Linz
  • Mediums: malerei
  • Best occasions: zentrales element
  • Art period: Moderne
  • Copyright status: Under copyright
  • Born: 1919, Kappel am Kraffeld, Österreich
  • Typical colors: spachtelgrau
  • Also known as:
    • Maria Eleonora Lassnig
    • Maria Eleonora Gregorc
  • Mehr Details anzeigen
  • Color intensity: leuchtend
  • Top-ranked work: Atlas
  • Works on APS: 6
  • Lifespan: 95 years
  • Nationality: Österreich
  • Topics explored: woman
  • Died: 2014
  • Top 3 works:
    • Atlas
    • Woman Power
    • Selfportrait with telephone

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Was ist die künstlerische Bewegung, der Maria Lassnig zugeschrieben wird, sie in die österreichische Kunst eingeführt zu haben?
Frage 2:
Maria Lassnig entwickelte eine Theorie namens „Körperbewusstsein“. Was konzentriert sich diese Theorie hauptsächlich darauf?
Frage 3:
Maria Lassnig war Mitglied der Hundsgruppe. Welche einflussreiche österreichische Künstlergruppe gehörten sie dazu?
Frage 4:
In welchem Jahr erhielt Maria Lassnig den Goldenen Löwen für Lebenswerk?
Frage 5:
Wo fand die Weltpremiere von Anja Salomonowitz’ Lassnig-Biographie statt?

Frühes Leben und Ausbildung

Maria Lassnig, eine österreichische Künstlerin, die für ihre gemalten Selbstporträts und ihre Theorie der „Körperwahrnehmung“ weltbekannt wurde, wurde am 8. September 1919 in Kappel am Kraffeld, Österreich, geboren. Ihre frühen Jahre waren geprägt von der schwierigen Beziehung ihrer Mutter zu einem wesentlich älteren Mann, was dazu führte, dass Lassnig primär von ihrer Großmutter aufgezogen wurde. Diese komplexe Familiendynamik sollte ihre künstlerischen Themen später tiefgreifend beeinflussen. Während des Zweiten Weltkriegs studierte Lassnig an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie begann, ihren einzigartigen Stil und ihren ganz eigenen Zugang zur Kunst zu entwickeln.

Künstlerische Karriere und Beiträge

Die künstlerische Laufbahn von Maria Lassnig zeichnet sich durch mehrere wegweisende Beiträge aus:
  • Einführung des Informel und Tachismus: Lassnig spielte eine entscheidende Rolle bei der Einführung dieser Stilrichtungen in die österreichische Nachkriegskunst.
  • Mitwirkung an der Hundsgruppe: Zusammen mit bedeutenden Künstlern wie Arnulf Rainer, Ernst Fuchs und Wolfgang Hollegha war Lassnig Teil dieser einflussreichen Gruppe, welche die österreichische Kunstszene der 1950er Jahre maßgeblich prägte.
  • Entwicklung der Theorie der „Körperwahrnehmung“: Dieses 1948 von Lassnig geprägte Konzept betont die Darstellung ausschließlich jener Körperteile, die während des kreativen Prozesses wahrgenommen werden, was zu innovativen Selbstporträts mit fehlenden Gliedmaßen oder unnatürlichen Farben führte.

Auszeichnungen und Vermächtnis

- Erste Künstlerin, die den Großen Österreichischen Staatspreis gewann (1988) - Auszeichnung mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst im Jahr 2005 - Erhalt des Goldenen Löwen für das Lebenswerk auf der 55. Biennale in Venedig im Jahr 2013

Bedeutende Werke und Ausstellungen

- Selbstporträt mit Telefon (Lentos Kunstmuseum Linz, Österreich), welches ihren einzigartigen Ansatz der Selbstporträtmalerei demonstriert - Präsenz in zahlreichen Ausstellungen, unter anderem im Kunsthistorischen Museum und im Museum für angewandte Kunst in Wien

Lehrtätigkeit und spätere Jahre

Von 1980 bis zu ihrem Tod lebte und lehrte Lassnig in Wien und wurde 1980 Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihr Spätwerk setzte die Auseinandersetzung mit den Themen der Körperwahrnehmung und der Selbstporträtkunst konsequent fort.

Fazit

Das Pionierwerk von Maria Lassnig im Bereich der „Körperwahrnehmung“ hat der österreichischen Kunst eine unauslöschliche Spur hinterlassen. Mit ihrem innovativen Umgang mit dem Selbstporträt und ihren Beiträgen zur Entwicklung des Informel und Tachismus hat sie Generationen inspiriert. Ihr Vermächtnis wird durch ihre Werke und den tiefgreifenden Einfluss, den sie auf die Kunstwelt ausübte, weiterhin gewürdigt.